Unsere Leistungen
  • Medizinische Rehabilitation von suchtkranken Männern
  • Behandlung und Adaption staatlich anerkannt nach § 35-37 BtMG
  • Einbindung in das Verbundsystem der Drogenhilfe Köln
Unsere Behandlung
  • 24 Wochen Therapie mit abgestimmtem medizinischem, arbeits-, sozial- und psychotherapeutischem Behandlungsprogramm. Ziele sind eine abstinente Lebensführung und die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit.
  • 90 Tage Adaption im Anschluss an die Therapiephase.
  • 90 Tage Kurzzeittherapie z.B. bei erneuter Behandlung.
Unser Qualitätsbeitrag
Erfüllung aller Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Suchttherapie.

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Presseberichte und News



31 Dezember 2019 | Kölner Stadtanzeiger

Ämter in Rhein-Berg Streit über Hilfe für einen Drogensüchtigen Stephan Brockmeier

Stephan Brockmeier. Rösrath/Overath/Bergisch Gladbach

  • Ämter im Rheinisch-Bergischen Kreis streiten über die Kostenübernahme von Hilfeleistungen für den drogensüchtigen Klaus S.
  • Laut Drogen-Klinik hat erst ein Machtwort des Kölner Sozialgerichts den Streit beendet.
  • Die Sozialbehörden bestätigen den Streit weisen die Vorwürfe jedoch von sich.

Klaus S. (38) ist da gelandet, wo eigentlich niemand hin möchte: Ganz unten. Doch dann schaffte es der drogensüchtige Bürger, der zuletzt in einem Rösrather Übergangsheim lebte, sich auf den Weg zurück in das bürgerliche Leben zu machen. Er will freiwillig und ohne gerichtliche Anordnung eine Therapie in der Overather Drogen-Fachklinik Aggerblick beginnen.Allerdings werden dem dringend hilfebedürftigen Patienten Felsbrocken in den Weg gelegt: Jobcenter Rhein-Berg und das Rösrather Sozialamt können sich nicht darauf einigen, wer die Hilfen zum Lebensunterhalt und die Krankenversicherung bezahlt. Laut Drogen-Klinik hat erst ein Machtwort des Kölner Sozialgerichts den Streit beendet: Per Einstweiliger Anordnung hat das Gericht am 26. September entschieden, dass bis auf Weiteres das Sozialamt von Rösrath zahlen muss.„Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat“, heißt es im Grundgesetz-Artikel 20, und dieser Artikel war den Vätern und Müttern unserer Verfassung so wichtig, dass sie ihn für unabänderlich erklärten. Doch ist die Theorie das eine, die Praxis das andere. Im Fall von Klaus S. hätten die beiden Behörden nach dem Motto „Wo jeder zuständig ist, ist keiner verantwortlich“ agiert, sagt die Overather Sozialarbeiterin Simone Stute.

Kosten der Therapie sind nicht das Problem

Die Kosten der Therapie sind bei Klaus S. nicht das Problem: Die Deutsche Rentenversicherung hat eine Kostenzusage für 24 Wochen gegeben. Stute: „Dieser Zeitraum entspricht der im Fachkonzept ärztlich vorgesehenen Therapiedauer und ist kürzer als sechs Monate.“ Klaus S. sei zu dem Zeitpunkt aber im Leistungsbezug durch das Jobcenter gewesen und habe über einen gültigen Bewilligungsbescheid verfügt. Als die Klinik ihn Ende Juli aufnimmt, schickt das Jobcenter einen Bescheid an den Patienten, dass alle Leistungen eingestellt würden.Begründung: Möglicherweise werde der Patient noch eine stationäre Nachsorge („Adaption“) in Anspruch nehmen. Dann wäre die stationäre Behandlung länger als sechs Monate und die Zuständigkeit müsse zum Sozialamt wechseln.Sozialarbeiterin Stute: „Dieser vermutete Wechsel in die Adaptionsbehandlung ist aus fachärztlicher Sicht zu Beginn einer Therapie noch gar nicht absehbar und trifft nur für einen Teil der Patienten zu.“Damit aber nicht genug: Auch das Sozialamt habe den vorsorglich zeitgleich gestellten Antrag abgelehnt – mit Hinweis auf die Zuständigkeit des Jobcenters. Begründung: Es liege ja nur eine Kostenzusage für 24 Wochen vor. Folglich habe das Sozialamt den Antrag an das Jobcenter weitergeleitet.

Sozialbehörden bestätigen Streit

Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigen die beiden Sozialbehörden ihren Streit zwar, sie weisen aber die damit einhergehenden Vorwürfe aus Overath zurück. Michael Schulte, Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Berg: „Die Zuständigkeit für Krankenversicherung und finanzielle Leistungen war zu klären. Die Fragestellungen sind mit einer Klärungszeit von etwa einem Monat rückwirkend entsprechend den rechtlichen Maßgaben geregelt worden.“Der zuständige Rösrather Beigeordnete Ulrich Kowalewski teilt mit, es sei „nach dem Gesetz entschieden worden und der Patient erhielt die vorgeschriebenen Leistungen“.

Hauptursacheverfahren könnte Lage ändern

Sozialarbeiterin Stute hat den Streit der Sozialbehörden zunächst sarkastisch kommentiert: „In der Zwischenzeit versucht das Team der Fachklinik, den Patienten vor einem Rückfall zu bewahren. Denn wer für die Folgen eines Rückfalls zuständig ist, müsste wohl ebenfalls erst noch geklärt werden…“ Am Montag hat sie ergänzend erklärt, sie freue sich, dass nun erst einmal geklärt sei, woher der Patient sein Geld bekomme.Gleichwohl handele es sich zunächst nur um eine einstweilige Anordnung des Sozialgerichts, die im Hauptsacheverfahren im nächsten oder übernächsten Jahr geändert werden könne und die überdies nur für den Einzelfall gelte.Die Hilfestellung der Klinik für den Patienten bis hin zur Anrufung des Kölner Sozialgerichts sei ungeheuer aufwendig gewesen. „Wenn Sie die Akten sähen, könnten Sie meinen, dass ein Sozialarbeiter vier Wochen täglich sechs Stunden mit nichts anderem beschäftigt war.“ Das Verfahren müsse dringend einheitlich geregelt werden.


23 Dezember 2019 | Stephan Brockmeier

Drogenhilfe Köln Overath bekommt Neubau für betreutes Wohnen von Suchtkranken

Vor dem Neubau für das Betreute Wohnen in Overath: (v.l.) Geschäftsführer Thomas Hambüchen, Claudia Middendorf und die Vorstandsmitglieder Hans-Hermann Tirre und Christian Möbius.

Die Fachklinik Aggerblick an der Marialindener Straße und, direkt darunter, die Adaption Aggerblick in der Straße An der Ringmauer sind Einrichtungen, die das tun, was gute Therapieeinrichtungen am besten tun: Sie fallen nicht auf und den Nachbarn wenig zur Last. Dass die beiden Einrichtungen der Drogenhilfe Köln, die jetzt auch noch um betreutes Wohnen ergänzt werden, nun doch einmal aufgefallen sind, liegt an einem prominenten Besuch aus Düsseldorf: Claudia Middendorf, die Landesbehinderten- und Patientenbeauftragte, hat sich vor Ort informiert.

Um die Expertin möglichst umfassend zu informieren, hat die Drogenhilfe Köln als Betreiberin gleich eine ganze Reihe von Fachleuten aufgefahren: Neben Geschäftsführer Dr. Thomas Hambüchen, den Vorstandsvorsitzenden Christian Möbius, seinen Vertreter (und vormaligen Overather Beigeordneten) Hans-Hermann Tirre, den Ärztlichen Leiter Martin Rinder, Adaptionschefin Simone Stute, weitere Mitarbeiterinnen sowie drei Patienten, die aktuell im grünen Haus der Adaption leben. „Sie müssen jetzt raten, wer was ist“, begrüßte Hambüchen die Gesundheitsexpertin scherzend in der Gemeinschaftsküche der Adaption, bevor es zur Besichtigung des Neubaus ging.

Neubau fügt sich inhaltlich perfekt ein

Dass die Drogenhilfe Köln sich zu dem Bau entschlossen hat (Hambüchen: „Die Kosten liegen im siebenstelligen Bereich, genau wissen wir das selbst noch nicht“), hat viel mit der Lage auf dem Wohnungsmarkt zu tun. Sie würde allen Beteiligten graue Haare bereiten, wenn die „Friseure nicht so leistungsstark“ wären, scherzt Tirre. Das neue Haus hat insgesamt 13 Zimmer. Im Parterre können zwei Einzelpersonen wohnen, im ersten Obergeschoss gibt es zwei Wohnungen für je drei Personen und unter dem Dach findet eine Fünf-Personen-WG Platz. Die Räume werden möbliert vermietet.

Inhaltlich fügt sich der Neubau bestens in das vorhandene Angebot ein: Zunächst kommen die Leute in die Fachklinik im früheren „Petersheim“. Dort erhalten die oft direkt aus dem Gefängnis kommenden Patienten eine 24-wöchige Reha-Therapie, in der sie in ein bürgerliches und drogenfreies Leben zurückgeführt werden sollen.

An diese Therapie kann sich die „Adaptionsphase“ anschließen, in der der bis dahin rund um die Uhr betreute und versorgte Patient in das grüne Haus ziehen: In einer Zehn-Mann-WG lernt er wieder, sich selbst zu versorgen und macht ein Praktikum in einem nahen Betrieb. Im Anschluss daran könnte dann das Betreute Wohnen stehen. Während die Kosten für die Therapien die Deutsche Rentenversicherung übernimmt (Hambüchen: „Die wollen die Leute ja wieder in Arbeit kriegen“), ist als Kostenträger für das Betreute Wohnen der Landschaftsverband Rheinland vorgesehen.

Hambüchen warb um Verständnis für seine Arbeit

Hambüchen nahm den Besuch der Patientenbeauftragten zum Anlass, einen Überblick über die Tätigkeit seines seit 40 Jahren bestehenden Vereins zu geben und um Verständnis für die Arbeit zu werben. Daran mangelt es gelegentlich: „Würden wir uns um dreibeinige Hunde kümmern, dann würden wir im Geld schwimmen“, für Drogenhilfe gebe es aber kaum Spenden. Dabei sei Drogensucht eine Krankheit, und da könne es auch Rückfälle geben. Hambüchen: „Wir versuchen die Patienten so stark zu machen, wie es nur geht.“

Bei der Landes-Patientenbeauftragten Claudia Middendorf rannte Hambüchen offene Türen ein: Die frühere CDU-Landtagsabgeordnete und langjährige Beisitzerin im CDA-Landesvorstand ist selbst vom Fach. Sie hat 23 Jahre lang als Diplom-Sozialpädagogin im Psychiatrie-Bereich gearbeitet. Besuche wie den in Overath nutzt sie, um im direkten Gespräch zu erfahren, wo der Schuh drückt.


8 Januar 2016 | Kölner Stadtanzeiger

Wer kommt für Leistungen der Fachklinik auf?

Stephan Brockmeier. Rhein-Berg - Der Streit um die finanzielle Unterstützung für die Patienten der Overather Drogen-Fachklinik Haus Aggerblick dauert an.

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6 Januar 2016 | BHB Bergisches Handelsblatt

Musik in der Muckibude – VR Bank eG Bergisch Gladbach unterstützt Fachklinik Aggerblick

Einrichtungsleitung und Fachpersonal nahmen die neue Stereoanlage stellvertretend für die Patienten in Empfang. Foto: Kreissparkasse Köln

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Alltag verschönern. Für die Patienten der Fachklinik Aggerblick in Overath handelt es sich dabei um eine Stereoanlage, die für die passende musikalische Untermalung des Trainings im hochmodernen Fitnessraum der Einrichtung der Drogenhilfe Köln sorgt. Möglich gemacht hat die Anschaffung die VR Bank eG Bergisch Gladbach mit einer Spende in Höhe von 250 Euro.

Neben arbeits- und gesprächstherapeutischen sowie medizinischen Angeboten hat auch die Sporttherapie ihren festen Platz im Leistungsspektrum. Diese findet unter anderem in einem 2014 eingerichteten Fitnessraum statt, der Ausdauer-, Kardio- und Krafttraining an modernen Geräten ermöglicht. „Die Ausstattung des Fitnessraums kommt bei unseren Patienten sehr gut an“, sagt der Sporttherapeut Paul Seewald. „Wir wurden allerdings immer wieder darauf angesprochen, dass die Musik fehlt, dabei lässt es sich leichter trainieren.“

„Als die Fachklinik uns davon erzählte, dass den Patienten die Musik im Fitnessraum fehlt, waren wir gerne bereit, hier zu unterstützen“, erklärt Christoph Robertz, Geschäftsstellenleiter der VR Bank in Overath-Marialinden.


21 Dezember 2015 | Kölner Stadtanzeiger

Drogentherapie in Overath: Jobcenter kürzt Unterstützung für Drogentherapie-Patienten drastisch

Stephan Brockmeier. Overath - „Ich bin der Jüngste, und das schwarze Schaf in der Familie“, sagt Sergal A. (32) über sich. Seit eineinhalb Monaten lebt der sportlich-stämmige Kölner als Patient in der Fachklinik Haus Aggerblick an der Marialindener Straße. „Seit dem 26. Oktober bin ich hier, aus der Haft entlassen, und mache jetzt eine Therapie nach Paragraf 35.

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18 Dezember 2015 | Kölner Stadt-Anzeiger

Festliches Menü in der Klinik

Markus Langmann (l.) beim Kochen in Overath.

Aus der Feinschmecker-Küche der Stromburg bei Mainz in die Fachklinik Aggerblick für ehemals Drogenabhängige in Overath:

Für Sterne-Koch Markus Langmann (24) ist das überhaupt kein Problem. „Sterneküche hin oder her, es ist immer noch Kochen, und Kochen schafft Gemeinschaft - ob in einer Restaurantküche oder hier“, sagte der junge Küchenchef aus dem „Le Val d‘Or“ auf Johann Lafers Stromburg, als er zusammen mit einem halben Dutzend Patienten ein festliches Menu für das ganze Haus zubereitete. Auf dem Speiseplan standen Variationen von Gurke, Entenbrust mit Rotkohl und zum Dessert Bratapfel mit Schokoladenmousse und Vanillesauce. Wie der Koch ausgerechnet in die Overather Einrichtung kam, verriet er auch: Seine Freundin Anna van Doorn und Klinik-Mitarbeitern Pia Göttert kennen sich seit ihren gemeinsamen Kindheitstagen im Siegerland. Langmann: „Wir haben mal über das Thema gequatscht. Es war eine Idee, eine Spinnerei, bis wir dann gesagt haben: Wir machen es.“ Und so kamen am Ende die 24 Patienten und ihre Betreuer in den Genuss eines Spitzen-Abendessens. (sb)